29.07.10
Kategorie: Gesundheitssystem
BERLIN – Die Behandlung von schweren Krebserkrankungen wird das Gesundheitssystem nicht zum finanziellen Kollaps führen. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Krebsarzneimittel werden von 3,1 Milliarden Euro im Jahr 2009 jährlich um zirka 200 Millionen auf 3,8 Milliarden Euro 2013 wachsen. Das ist eine Steigerung von rund 4,8 Prozent pro Jahr. Der Anteil der Krebsmittel an den gesamten Arzneimittelausgaben wird sich von 9,4 auf 9,7 Prozent erhöhen.
Zu diesem Schluss kommt eine Studie des IGES Instituts, das sich mit Fragen der Gesundheitsökonomie befasst. „In der bis 2013 jährlich erwarteten Ausgabensteigerung für sämtliche Arzneimittel von 4,0 Prozent sind lediglich 0,1 Prozent durch Krebsmittel bedingt“, rechnete IGES-Chef Professor Bertram Häussler bei der Vorstellung der Prognose zur Ausgabenentwicklung bei Krebsarzneimitteln vor. Zudem sei die Zahl neu eingeführter Krebspräparate seit dem Jahr 2000 mit drei Neueinführungen jährlich stabil – und diese Entwicklung werde bis 2013 auch konstant bleiben.
Die von IGES initiierte Studie entstand mit Unterstützung der LAWG (Local Area Working Group), einer Arbeitsgemeinschaft internationaler, forschender Pharmaunternehmen. Für die Prognose wurde der Einsatz von Krebsmedikamenten von 2005 bis 2009 analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden dann Verbrauch und Kosten für diese Arzneimittel bis zum Jahr 2013 geschätzt. Darin sind epidemiologische Faktoren, Daten klinischer Forschung sowie Informationen über Forschungsaktivitäten der pharmazeutischen Industrie eingeflossen.
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